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Pressemitteilungen des Landgerichts Verden

Verhandlungen in Strafsachen in der Zeit vom 10. bis 14. Januar 2011


Montag, 10. Januar 2011

Um 09:00 Uhr verhandelt die 5. kleine Strafkammer die Strafsache gegen Patrick W. wegen Diebstahls. Es geht um eine Berufung gegen ein Urteil des Amtsgerichts Osterholz-Scharmbeck. Ein Zeuge ist geladen.

Um 10:15 Uhr verhandelt die 5. kleine Strafkammer die Strafsache gegen Yves A. wegen gefährlicher Körperverletzung. Hier hat in erster Instanz das Amtsgericht Achim entschieden. Drei Zeugen sind geladen.

Um 13:15 Uhr setzt die 5. kleine Strafkammer ihre Sitzung fort mit der Verhandlung gegen Donald M., dem die Staatsanwaltschaft räuberische Erpressung vorwirft. Hier ist gegen eine Entscheidung des Amtsgerichts Walsrode Berufung eingelegt worden. Das Gericht hat vier Zeugen in den Termin geladen.

Donnerstag, 12. Januar 2011

Um 09:00 Uhr verhandelt die 5. kleine Strafkammer die Strafsache gegen Jürgen D. wegen Trunkenheit im Straßenverkehr. Es geht um eine Berufung gegen ein Urteil des Amtsgerichts Walsrode.

Um 10:00 Uhr verhandelt die 5. kleine Strafkammer die Strafsache gegen Stephan L. wegen Trunkenheit im Straßenverkehr. Hier hat in erster Instanz das Amtsgericht Sulingen entschieden.

Um 13:30 Uhr verhandelt die 5. kleine Strafkammer die Strafsache gegen Keram B. wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis. Erstinstanzlich war das Amtsgericht Osterholz-Scharmbeck mit dieser Sache befasst.

Freitag, 14. Januar 2011

Um 07:00 Uhr beginnt die 1. große Strafkammer mit der Verhandlung in der Strafsache gegen Stefanie S. wegen Mordes.

Die Staatsanwaltschaft wirft der 1985 geborenen Angeklagten vor, am 10. Juli 2010 in Scheeßel einen Menschen aus sonst niedrigen Beweggründen getötet zu haben.

Hierbei geht die Staatsanwaltschaft nach ihren Ermittlungen von folgendem Sachverhalt aus:

Die Angeklagte, die ihre von Anfang an ungewollte Schwangerschaft im Kreise ihrer Freunde und Kollegen geleugnet haben soll, soll am 09.07.2010 einen männlichen voll ausgereiften Säugling geboren und im Anschluss daran diesen getötet haben.

Sie soll, als die Wehen im Laufe des Abends des 09.07.2010 einsetzten, das Schlafzimmer , in dem der Lebensgefährte der Angeklagten, der nicht der Kindesvater ist, schlief, mit dem Plan verlassen haben, das Kind heimlich zu gebären und im Anschluss daran zu töten. Sie habe sich zu diesem Zweck in das Obergeschoss des Wohnhauses begeben, Geburtsvorbereitungen getroffen und nach der Geburt zunächst die Nabelschnur durchtrennt.

Danach soll sie entweder sofort oder aber, nachdem das Kind eingeschlafen war, einige Stunden später in Tötungsabsicht mit der Schere auf das Kind eingestochen haben. Dann habe sie, obwohl sie erkannt habe, dass sich das Kind unmittelbar nach dem Zustechen nicht mehr bewegte und auch keine Laute mehr von sich gab, dieses versterben lassen. Sie soll sodann sämtliche Spuren, die auf die Geburt und die Tötung des Kindes hindeuten könnten, beseitigt, den Säugling in ein Handtuch eingewickelt und zunächst -in einer Plastikbox verstaut- unter dem Bett des Gästezimmers versteckt haben.

Am 14.07.2010 soll sie den Entschluss gefasst haben, die Leiche vom Grundstück zu schaffen und in einem Seitenarm der Wümme zu vergraben. Sie soll darauf hin den Leichnam in ein Drahtgeflecht verpackt, mit einem Stein beschwert und das Kind in ihren Rucksack gesteckt haben. Sodann sei sie mit ihrem Motorrad und dem Rucksack auf dem Rücken zu einem Seitenarm der Wümme gefahren, habe im fließenden Gewässer mit den Händen eine Mulde gegraben und den Leichnam dort hinein gelegt. Anschließend soll sie diese Mulde verschlossen haben und mit dem Motorrad zurück nach Hause gefahren sein.

Die Staatsanwaltschaft wirft der Angeklagten vor, das Kind getötet zu haben, weil sie durch die ungewollte Schwangerschaft befürchtete finanzielle Einschränkungen nicht habe hinnehmen und ihren "bis dahin geführten hohen Lebensstandard" nicht habe reduzieren wollen.

Die Kammer hat in dieser Sache folgende Fortsetzungstermine bestimmt:

  • Mittwoch, 2. Februar 2011, 09:00 Uhr (1 Sachverständiger)
  • Mittwoch, 23. Februar 2011, 09:00 Uhr (1 Sachverständiger)
  • Montag, 7. März 2011, 09:00 Uhr (1 Sachverständiger)
  • Montag, 14. März 2011, 09:00 Uhr (1 Sachverständiger)
  • Mittwoch 16. März 2011, 09:00 Uhr (1 Sachverständiger)
  • Montag, 21. März 2011, 09:00 Uhr (1 Sachverständiger)
  • Mittwoch, 23. März 2011, 09:00 Uhr (1 Sachverständiger)
  • Mittwoch, 30. März 2011, 09:00 Uhr (1 Sachverständiger)
  • Montag, 4. April 2011, 09:00 Uhr (1 Sachverständiger)
  • Mittwoch, 6. April 2011, 09:00 Uhr (1 Sachverständiger)
  • Mittwoch, 11. April 2011, 09:00 Uhr (1 Sachverständiger)

Um 08:30 Uhr verhandelt die 12. kleine Strafkammer die Strafsache gegen Ingolf O. wegen erschleichen von Leistungen. Es geht um eine Berufung gegen ein Urteil des Amtsgerichts Walsrode.

Um 09:00 Uhr wird eine Berufung gegen ein Urteil des Amtsgerichts Rotenburg/Wümme verhandelt. Es geht um die Strafsachen gegen Benjamin L., dem gewerbsmäßiger Betrug vorgeworfen wird.

Um 11:00 Uhr verhandelt die 12. kleine Strafkammer die Strafkammer gegen Vladislav V. u. a. wegen des Vorwurfes Fahrens ohne Fahrerlaubnis. Hier hat in erster Instanz das Amtsgericht Syke entschieden. Drei Zeugen sind geladen.

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