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Pressemitteilungen des Landgerichts Verden

Verhandlungen in Strafsachen in der Zeit vom 22. bis 26. Oktober 2018


Dienstag, den 23. Oktober 2018

Die 5. kleine Strafkammer verhandelt um 09.00 Uhr die Berufungssache gegen Florian K. wegen Vergewaltigung (Az. 5 Ns 42/18). Zugrunde liegt ein Urteil des Amtsgerichts – Schöffengericht – Verden. Die Kammer hat drei Zeugen geladen und Fortsetzungstermine auf den

• 29. Oktober 2018 (09.00 Uhr, sechs Zeugen),

• 7. November 2018 (12.30 Uhr, ein Zeuge)

• 14. November 2018 (12.30 Uhr)

anberaumt.


Um 09.00 Uhr beginnt vor der 1. Großen Strafkammer als Schwurgericht die Hauptverhandlung gegen Leonid C. (geboren 1963) wegen versuchten Mordes u.a.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, in den Abendstunden des 17.April 2017 die Wohnung seiner von ihm getrenntlebenden Ehefrau im gemeinsamen Wohnhaus in Diepholz aufgesucht und ihr zunächst Faustschläge ins Gesicht versetzt zu haben, so dass die Ehefrau zu Boden gefallen sein soll. Bereits zu diesem Zeitpunkt soll der Angeklagte den Entschluss gefasst haben, seine Ehefrau zu töten, um sich durch ihren Tod zu bereichern und sich als Alleinerbe seiner bestehenden finanziellen Belastungen zu entledigen. Aus diesem Grund soll der Angeklagte seine Ehefrau zunächst gewürgt und sich sodann auf den Rücken der auf dem Boden liegenden Zeugin gesetzt haben. Nunmehr soll er ihr linkes Bein genommen und es dergestalt verdreht haben, dass die Ehefrau mehrere Brüche im Unterschenkel erlitten haben soll. Nachdem die Zeugin versucht haben soll, aus dem Haus zu kriechen, soll der Angeklagte ein Messer vor ihr Gesicht gehalten und ihr entgegnet haben, dass er sie umbringen werde. Nunmehr soll der Angeklagte Schreibzeug geholt und der Zeugin diktiert haben, dass sie – die Ehefrau -, ihrem Mann – dem Angeklagten -, das Haus schenke, wobei der Angeklagte geplant haben soll, seine Ehefrau nach Fertigung des Schreibens zu erwürgen. Zu einer Unterschriftsleistung der Ehefrau soll es nicht mehr gekommen sein, nachdem eine auf das Geschehen aufmerksam gewordene Nachbarin hinzugetreten sein und angekündigt haben soll, dass die Polizei in Kürze erscheine. Als die Polizei tatsächlich kurz darauf in der Wohnung erschienen sein soll, soll der Angeklagte von der weiteren Tatausführung Abstand genommen haben. Die Ehefrau soll durch die Handlungen des Angeklagten eine komplexe Unterschenkelfraktur links, eine kapitale Strangulation mit Hämatombildung, ein Monokelhämatom links bei Fraktur des Mittelgesichtsknochens und eine Nasenbeinfraktur erlitten haben.

Die Kammer hat folgende Fortsetzungstermine – Beginn jeweils 09.00 Uhr – anberaumt, zu denen jeweils ein Sachverständiger geladen worden ist:

• 8. November 2018,

• 14. November 2018 (Beginn 13.00 Uhr),

• 20. November 2018,

• 22. November 2018,

• 28.November 2018.



Mittwoch, den 24. Oktober 2018

Die 12. kleine Strafkammer verhandelt um 09.00 Uhr die Berufungssache gegen Marcel L. wegen Verstoßes gegen das BTMG u.a. (Az. 12 Ns 20/18), die sich mit einem Urteil des Amtsgerichts – Schöffengericht - Verden befasst. Die Kammer hat sieben Zeugen geladen.


Um 09.00 Uhr beginnt vor der 7. Großen Strafkammer die Hauptverhandlung gegen Daniel M. (geboren 1994) wegen gefährlicher Körperverletzung.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, in den Nachtstunden des 11. Mai 2018 im Rahmen einer in den Räumlichkeiten einer Wohnunterkunft für Zeitarbeiter in Rehburg-Loccum geführten verbalen Auseinandersetzung mit seinem Bruder und einer weiteren Person mit einem Messer mit einer Klingenlänge von ca. 8 cm dreimal auf seinen Bruder eingestochen zu haben. Durch die Messerstiche soll der Magen seines Bruders eröffnet und ein Lungenflügel kollabiert sein. Die Verletzungen sollen eine sofortige Notoperation notwendig gemacht haben, ohne die der Bruder des Angeklagten verstorben wäre.

Die Kammer hat folgende Fortsetzungstermine – Beginn jeweils 09.00 Uhr – anberaumt, zu denen insgesamt sechs Zeugen und eine Sachverständige geladen worden sind:

• 24. Oktober 2018 (sechs Zeugen, eine Sachverständige),

• 30. Oktober 2018 (eine Sachverständige),

• 14. November 2018.


Um 09.00 Uhr beginnt vor der 8. Großen Strafkammer als Schwurgericht die Hauptverhandlung gegen Johann H. (geboren 1972) wegen Mordes u.a.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, den gesondert verfolgten und verurteilten Aron B. im November 2015 veranlasst zu haben, in der Erdgeschosswohnung des dem Angeklagten gehörenden Wohnhauses in Riede einen Brand zu legen. Ziel des Angeklagten soll es dabei gewesen sein, Zahlungen seiner Hausrat- und Gebäudeversicherung zu erhalten. Insgesamt soll sich der Angeklagte Zahlungen in Höhe von bis zu € 75.000,- aus der Hausrat- und von bis zu € 335.000,- aus der Gebäudeversicherung erhofft haben. Der gesondert Verfolgte sollte für die Brandlegung den Erlass von beim Angeklagten bestehenden Schulden in Höhe von € 300,- und darüber hinaus einen weiteren Geldbetrag sowie einen PKW Mercedes-Benz vom Angeklagten erhalten.

Am 29. November 2015 um kurz vor 04.00 Uhr soll der gesondert Verfolgte dann auf Geheiß des Angeklagten zu dessen Wohnhaus in Riede gefahren, ein Fenster aufgehebelt, in die Wohnung eingestiegen, u.a. Benzin in einen Karton mit Papieren geschüttet und weiteres Benzin im Wohn- und Esszimmer verteilt haben. Sodann soll der gesondert Verfolgte mit seinem Feuerzeug eine Küchenrolle angesteckt und in die Wohnung geschleudert haben, woraufhin es sofort stark im Haus gebrannt haben soll. Dem Angeklagten soll dabei als Hauseigentümer und Vermieter bewusst gewesen sein, dass die Obergeschosswohnung seines Wohnhauses vermietet gewesen war und die Mieterin durch den Brand getötet werden könnte, was er billigend in Kauf genommen haben soll. Tatsächlich sollen sich zum Tatzeitpunkt sowohl die Mieterin als auch deren Lebensgefährte in der oberen Wohnung aufgehalten haben. Durch die starke Brandentwicklung soll die Glasscheibe des Terrassenfensters geborsten sein, wodurch Sauerstoff in das Haus gelangt sein und zu einer schlagartigen Durchzündung des Hauses geführt haben soll. In der Folge soll das gesamte Wohnhaus vom Feuer erfasst worden sein, so dass auch die Obergeschosswohnung vom Feuer betroffen worden sein soll. Die Mieterin der Obergeschosswohnung und deren Lebensgefährte sollen keine Möglichkeit mehr gefunden haben, sich aus dem brennenden Haus zu retten. Sie sollen in Folge der Brandlegung an einer Kohlenmonoxidvergiftung gestorben sein.

Am 30. November 2015 soll der Angeklagte bei seiner Versicherung angerufen und den Brandschaden angezeigt haben, um Zahlungen aus den Versicherungsverträgen zu erlangen. Im Vertrauen auf ihre Einstandspflicht soll die Versicherung dem Angeklagten Anfang Dezember 2015 Vorschüsse in Höhe von € 2.500,- und € 10.000,- gezahlt haben.

Die Kammer hat folgende Fortsetzungstermine – Beginn jeweils 09.00 Uhr – anberaumt:

• 2. November 2018,

• 14. November 2018,

• 21. November 2018,

• 22. November 2018,

• 28. November 2018,

• 29. November 2018,

• 5. Dezember 2018,

• 12. Dezember 2018,

• 13. Dezember 2018,

• 18. Dezember 2018,

• 7. Januar2019,

• 9. Januar 2019,

• 16. Januar 2019,

• 22. Januar 2019,

• 29. Januar 2019,

• 30. Januar 2019,

• 5. Februar 2019,

• 6. Februar 2019.



Donnerstag, den 25. Oktober 2018

Um 09.00 Uhr beginnt vor der 7. Großen Strafkammer die Hauptverhandlung gegen Alberto S. (geboren 1971) und Lucrezia B. (geboren 1963) Raubes.

Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten vor, aufgrund eines gemeinsamen Tatplans am 7. Oktober 2016 das Wohnhaus des im Jahr 1938 geborenen Geschädigten in Rehburg-Loccum aufgesucht und sich unter dem Vorwand, Angestellte des Versorgungsamtes zu sein, Zutritt zur Wohnung des Zeugen verschafft zu haben. Nachdem die Angeklagten in die Wohnung gelangt sein sollen, soll der Angeklagte S. begonnen haben, die Wohnung nach Wertgegenständen zu durchsuchen. Währenddessen soll die Angeklagte B. den Zeugen in die Küche zurückgedrängt haben, um zu vermeiden, dass der Zeuge den S. bei der Nachschau nach Wertgegenständen hindert. Da die Tür zum Schlafzimmer des Zeugen verschlossen gewesen sein und der Zeuge den Schlüssel zu diesem Zimmer in der Hand gehalten haben soll, sollen die Angeklagten die Hand des Zeugen gewaltsam aufgebogen und ihm den Schlüssel aus der Hand genommen haben. Sodann sollen sie in das Schlafzimmer gelangt sein, wo sie insgesamt € 100,- aus einer zwischen der Wäsche stehenden Blechkiste entnommen haben sollen.

Die Kammer hat insgesamt vier Zeugen geladen.



Freitag, den 26. Oktober 2018

Um 09.00 Uhr beginnt vor der 3. Großen Strafkammer als Jugendkammer die Hauptverhandlung gegen Joshua K. (geboren 1997), Bozkurt L. (geboren 1995), Dennis A. (geboren 1995) und Roman P. (geboren 1991) wegen besonders schweren Raubes.

Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten vor, aufgrund eines gemeinsamen Tatplans am 18. Januar 2017 die Wohnung des Geschädigten in Dörverden aufgesucht zu haben und, nachdem der Zeuge die Wohnungstür geöffnet haben soll, in die Wohnung eingedrungen zu sein. Unmittelbar nach dem Betreten der Wohnung sollen die Angeklagten sowohl mit der flachen Hand als auch mit Fäusten auf den Zeugen eingeschlagen und Geld von diesem gefordert haben. Dabei soll einer der Angeklagten einen eingeschalteten Elektroschocker drohend in der Hand gehalten haben. Ein weiterer Angeklagter soll dem Zeugen ein Klappmesser mit einer Klingenlänge von ca. 8,5 cm mehrmals an den Hals gehalten haben, um der unberechtigten Forderung Nachdruck zu verleihen. Sodann sollen die Angeklagten € 500,- Bargeld, ein Uhrenimitat und sechs Nintendo-Wii-Spiele im Wert von ca. € 120,- an sich genommen und die Wohnung des Geschädigten verlassen haben.

Die Kammer hat folgende Fortsetzungstermine – Beginn jeweils 09.00 Uhr – anberaumt, zu denen insgesamt fünf Zeugen geladen worden sind:

• 5. November 2018 (fünf Zeugen),

• 12. November 2018,

• 19. November 2018.


Das Landgericht Verden weist darauf hin, dass in den Räumlichkeiten des Landgerichts grundsätzlich ein Fotografier- und Filmverbot besteht.

Ausnahmen werden grundsätzlich nur in der Form gestattet, dass Bilder und Filmaufnahmen von Angeklagten eines Strafprozesses unter Beachtung der Persönlichkeitsrechte (in anonymisierter Form; gepixelt o.ä.) veröffentlicht werden dürfen.

Das Landgericht Verden bittet, auch Bilder und Filmaufnahmen der anwesenden Wachtmeister zu anonymisieren.

Presseinformationen
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