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Pressemitteilungen des Landgerichts Verden in der Zeit vom 14. bis 18. Januar 2019


Montag, den 14. Januar 2019

Um 9:00 Uhr verhandelt die 12. kleine Strafkammer die Berufungssache gegen Tobias S. wegen fahrlässiger Tötung (Az. 12 Ns 26/18). Zugrunde liegt ein Urteil des Amtsgerichts Stolzenau. Die Kammer hat neun Zeugen geladen.


Dienstag, den 15. Januar 2019

Die 3. große Jugendkammer verhandelt um 09.00 Uhr die Berufungssache gegen Tobias G. wegen sexuellen Missbrauchs widerstandsunfähiger Personen (Az. 3 Ns 6/18), die sich mit einem Urteil des Amtsgerichts – Jugendschöffengericht - Syke befasst. Die Kammer hat vier Zeugen geladen und einen Fortsetzungstermin, an dem ein Zeuge geladen worden ist, auf den 23. Januar 2019, Beginn 09.00 Uhr, anberaumt.

Um 09.00 Uhr beginnt vor der 2. Großen Strafkammer die Hauptverhandlung gegen Silke W. (geboren 1958) wegen Brandstiftung.

Die Staatsanwaltschaft wirft der Angeklagten vor, sich in den frühen Morgenstunden des 16. Mai 2018 zu einer im Gemeindegebiet der Gemeinde Worpswede gelegenen Scheune begeben zu haben. Dort angekommen, soll die Angeklagte ein Holzscheit mit Brennspiritus getränkt und zudem den Brennspiritus auf dem Scheunentor verteilt haben. Sodann soll sie das Holzscheit vor dem Scheunentor entzündet und darüber hinaus Grillanzünder und Papier ausgelegt haben. Das Feuer soll sodann das Scheunentor ergriffen haben. Nachdem die Angeklagte den Brand gelegt haben soll, soll sie sogleich den Notruf gewählt und begonnen haben, das mittlerweile in Flammen stehende Scheunentor zu löschen. Durch die Brandlegung soll das Scheunentor an der Innenseite bis zu einer Höhe von 80 cm, an der Außenseite bis zu 45 cm durch Brandzehrungen beschädigt worden sein.

Die Kammer hat folgende Fortsetzungstermine – Beginn jeweils 09.00 Uhr – anberaumt, zu denen insgesamt acht Zeugen und ein Sachverständiger geladen worden sind:

15. Januar 2019 (vier Zeugen, ein Sachverständiger),

17. Januar 2019 (vier Zeugen, ein Sachverständiger),

30. Januar 2019 (ein Sachverständiger),

18. Februar 2019 (ein Sachverständiger),

8. März 2019 (ein Sachverständiger).


Mittwoch, den 16. Januar 2019

Die 14. kleine Wirtschaftskammer verhandelt um 08.30 Uhr die Berufungssache gegen Dennis W. wegen Steuerhinterziehung (Az. 14 Ns 2/18). Zugrunde liegt ein Urteil des Amtsgerichts Verden. Die Kammer hat keine Zeugen geladen.


Donnerstag, den 17. Januar 2019

Um 09:00 Uhr verhandelt die 10. kleine Jugendkammer die Berufungssache gegen Sascha G. wegen Steuerhinterziehung (Az. 10 Ns 3/18). Zugrunde liegt ein Urteil des Amtsgerichts Verden. Die Kammer hat sechs Zeugen geladen.

Um 09.00 Uhr beginnt vor der 1. Großen Strafkammer als Schwurgericht die Hauptverhandlung gegen Andreas B. (geboren 1965) wegen versuchten Mordes, Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion u.a.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, im Juli 2017 insgesamt 5 selbstgebaute Bomben auf dem elterlichen Hof in Kirchdorf deponiert zu haben, wobei es ihm darum gegangen sein soll, den Hof und die dort lebenden Bewohner, etwa seine Mutter und seine Brüder nebst Familie, massiv zu schädigen. So soll der Angeklagte sich bereits im Jahr 2014 wegen eines jahrelang andauernden Erbstreites um den elterlichen Hof dazu entschlossen haben, Bomben aus z.T. Alltagsgegenständen zu bauen und diese an verschiedenen Orten auf dem Hof zu verteilen. In der Folgezeit soll der Angeklagte eine Bohrmaschine, eine Haarschneidemaschine, einen Feuerlöscher und einen Rasierapparat umgebaut und mit Sprengstoffgemischen befüllt haben. Hierbei soll er den Feuerlöscher zudem mit Nägeln und Scherben gefüllt haben, damit dieser im Falle einer Explosion möglichst hohen Schaden anrichtet. Darüber hinaus soll er eine ca. 18 cm lange Rohrbombe mit einem Durchmesser von 4 cm gebaut haben, die er mit ca. 1-Euro-großen Metallschrapnellen versehen haben soll. Die Rohrbombe soll dabei aufgrund ihrer Sprengkraft und Befüllung dazu geeignet gewesen sein, Menschen zu töten.

Am 3. Juli 2017 soll der Angeklagte, der zu diesem Zeitpunkt in der Schweiz gewohnt haben soll, nach Kirchdorf gefahren sein und vor Ort die Haarschneidemaschine auf dem Fensterbrett des Bades im Wohnhaus eines seiner Brüder, die Rohrbombe auf einem Kettcar in der Scheune und den Rasierapparat, den Feuerlöscher und die Bohrmaschine in einer Werkstatt abgelegt und scharf gestellt haben. Hierbei soll er in der Erwartung gehandelt haben, dass die Bomben in den nächsten Wochen oder Monaten explodieren und eine unbestimmte Anzahl von Menschen töten werden.

In den Nachmittagsstunden des 5. Mai 2018 soll sich ein Bruder des Angeklagten gemeinsam mit seiner achtjährigen Tochter in die Scheune begeben haben, um der Tochter das Kettcar zum Spielen zu übergeben. Nachdem der Bruder die Rohrbombe, die er für ein harmloses Metallrohr gehalten hatte, hochgenommen haben soll, soll die Bombe detoniert sein. Durch die Wucht der Detonation soll der Bruder des Angeklagten zu Boden gerissen worden sein, wodurch er sich eine Verstauchung des Knöchels zugezogen haben soll. Zudem soll ein Hosenbein zerfetzt und verbrannt worden sein. Seine neben ihm stehende achtjährige Tochter soll ein Knalltrauma und unzählige kleine Hautverletzungen im Bereich des Gesichts, des Halses, des Thorax, des Abdomen und der Extremitäten infolge der Einschüsse des Schwarzpulvers erlitten haben. Die Verletzungen der Tochter sollen einen operativen Eingriff zur Entfernung der in den Körper eingedrungenen Fremdkörper notwendig gemacht haben. Es soll lediglich dem Zufall zu verdanken gewesen sein, dass die Rohrbombe nicht vollständig explodiert war. Durch die Druckwelle sollen zwei Fensterscheiben der Scheune, durch umherschießende Bombenteile sollen eine Mülltonne und eine Felge des Kettcars zerstört worden sein.

Der Angeklagte soll zum Tatzeitpunkt unter einer psychischen Erkrankung gelitten haben, die seine Steuerungsfähigkeit erheblich vermindert haben soll.

Die Kammer hat folgende Fortsetzungstermine – Beginn jeweils 09.00 Uhr – anberaumt, zu denen insgesamt drei Zeugen und ein Sachverständiger geladen worden sind:

17. Januar 2019 (ein Sachverständiger),

28. Januar 2019 (ein Sachverständiger),

7. Februar 2019 (drei Zeugen, ein Sachverständiger),

18. Februar 2019 (ein Sachverständiger),

25. Februar 2019 (ein Sachverständiger),

4. März 2019 (ein Sachverständiger),

7. März 2019 (ein Sachverständiger),

18. März 2019 (ein Sachverständiger),

20. März 2019 (ein Sachverständiger),

27. März 2019 (ein Sachverständiger),

3. April 2019 (ein Sachverständiger).


Freitag, den 18. Januar 2019

Um 09.00 Uhr beginnt vor der 1. Großen Strafkammer als Schwurgericht die Hauptverhandlung gegen Waldemar G. (geboren 1982) wegen Totschlags.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, in Novopavlovka/Kirgisistan im Oktober 2003 im Anschluss an einen gemeinsamen Alkoholumtrunk mit dem Geschädigten und zwei gesondert Verfolgten in der Wohnung des Geschädigten in Streit geraten zu sein, woraufhin sich der Angeklagte und die übrigen Personen auf das Gelände einer nahegelegenen Milchfabrik begeben haben sollen. Dort soll der Angeklagte aufgrund eines nunmehr gemeinsam gefassten Tatplans mit den zwei gesondert Verfolgten mehrfach mit einem Metallgegenstand auf den Kopf des Geschädigten geschlagen haben, um diesen zu töten. Nachdem der Geschädigte zu Boden gefallen sein soll, soll der Angeklagte einen der gesondert Verfolgten aufgefordert haben, ebenfalls mit dem Metallgegenstand auf den Kopf des Geschädigten zu schlagen, was der gesondert Verfolgte sodann getan haben soll. Der Geschädigte soll infolge der Schläge auf den Kopf verstorben sein.

Die Kammer hat folgende Fortsetzungstermine – Beginn jeweils 09.00 Uhr – anberaumt:

18. Januar 2019 (ein Sachverständiger),

31. Januar 2019.


Das Landgericht Verden weist darauf hin, dass in den Räumlichkeiten des Landgerichts grundsätzlich ein Fotografier- und Filmverbot besteht.

Ausnahmen werden grundsätzlich nur in der Form gestattet, dass Bilder und Filmaufnahmen von Angeklagten eines Strafprozesses unter Beachtung der Persönlichkeitsrechte (in anonymisierter Form; gepixelt o.ä.) veröffentlicht werden dürfen.

Das Landgericht Verden bittet, auch Bilder und Filmaufnahmen der anwesenden Wachtmeister zu anonymisieren.

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