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Gemeinsame Pressemitteilung des Landgerichts Verden, des Amtsgerichts Verden und der Staatsanwaltschaft Verden vom 14. März 2018



Antrittsbesuch des Staatssekretärs im Verdener Justizzentrum


Der Staatssekretär im Niedersächsischen Justizministerium, Dr. Stefan von der Beck, hat heute den drei Verdener Justizbehörden seinen Antrittsbesuch abgestattet. Nach der Be­grüßung durch die Behördenleitungen informierte sich der Staatssekretär bei sei­nem Rund­gang durch das Justizzentrum über die räumliche und technische Ausstattung, die Sicher­heits­standards sowie die personelle Si­tuation. Die anschließenden Gespräche mit Vertreter­in­nen und Vertretern der Gerichts-, Behörden- und Ge­schäftsleitungen sowie der örtlichen Personal- und Richter­vertretungen boten Gelegenheit zu einem Gedankenaustausch über ak­tuelle Themen.

Im Vordergrund des Besuchs des Staatssekretärs stand die bauliche Situation im Justizzen­trum. Am nördlichen Gebäudeteil, in dem Amtsgericht und Staats­anwaltschaft unter­ge­bracht sind, sowie im verkachelten mittleren Ge­­bäude­teil, in dem die Zivilabteilung des Land­gerichts sitzt, hatten sich im vergangenen Jahr wiederholt Teile der Fassade gelöst und wa­ren herabgestürzt. „Wir sind froh, dass sehr schnell pro­vi­so­rische Sicherungsmaßnahmen er­griffen wurden, durch die Sach- und vor allem Personenschäden vermieden werden konn­ten“, so Direktor des Amtsgerichts Dr. Jobst Kohmüller. „Allerdings war­ten wir ge­spannt, wie es nun wei­ter­gehen wird.“

Der Staatssekretär informierte sich über das inzwischen vorliegende erste Gutachten eines Bau­sach­ver­ständigen. „Als ich das erste Mal vom Zustand der Fassaden erfahren habe, war ich nahezu erschrocken. Mittlerweile bin ich ein Stück weit beruhigt, weil die Bauverwaltung nach meinem Eindruck mit Nachdruck an einer Lösung arbeitet“, so Dr. von der Beck. Er er­klärte weiter, dass die Verdener Justiz während der Baumaßnahmen nicht um eine Interims­unter­bringung von Teilen der Belegschaft herumkommen werde. „Ganz ohne Beeinträchti­gun­gen wird es leider nicht gehen.“

Landgerichtspräsident Dr. Gerhard Otto dazu: „Ich hoffe, dass sich die Einschränkungen wäh­rend der notwendigen Baumaßnahmen in einiger­ma­ßen erträg­lichen Grenzen halten. Das sind wir sowohl allen Recht­suchenden als auch unseren Mitar­bei­terinnen und Mitarbeitern schuldig. Während der Bauarbeiten werden wir aber für mindestens zwei Jahre Aus­weich­quar­tiere für bis zu 250 Beschäftigte finden müssen.“

Im Gespräch mit der Leitenden Oberstaatsanwältin Angelika Gresel-Appelbaum zeigte sich der Staats­sekretär beeindruckt von den in Verden wahrgenommenen Aufgaben. Gresel-Ap­pel­baum: „Die Strafverfolgung zeigt im Verdener Bezirk unterschiedliche und vielfältige Fa­cet­ten. Das beginnt bei der Jugendkriminalität und geht bis zur weltweiten Be­kämpfung von Cybercrime durch unsere Zentralstelle für Internetkriminalität.“ Dazu Dr. von der Beck: „Den Weg der Spezialisierung wollen wir weitergehen. Wir werden bei den Staats­an­waltschaften Schwer­punktde­zernate zur gezielten Verfolgung von bandenmäßiger Ein­bruchs­krimi­nalität ein­richten. Dieses Thema brennt den Bürgerinnen und Bürgern auf den Nägeln.“



Von links nach rechts: Direktor des Amtsgerichts Dr. Jobst Kohmüller, Staatssekretär Dr. Stefan von der Beck, Leitende Oberstaatsanwältin Angelika Gresel-Appelbaum, Präsident des Landgerichts Dr. Gerhard Otto  
Von links nach rechts: Direktor des Amtsgerichts Dr. Jobst Kohmüller, Staatssekretär Dr. Stefan von der Beck, Leitende Oberstaatsanwältin Angelika Gresel-Appelbaum, Präsident des Landgerichts Dr. Gerhard Otto
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