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Pressemitteilungen des Landgerichts Verden in der Zeit vom 3. bis 6. April 2018



Donnerstag, den 5. April 2018

Um 9:00 Uhr beginnt vor der 3. großen Strafkammer die Hauptverhandlung in dem Sicherungsverfahren gegen Yunus E. (geboren 1988, Az. 3 KLs 3/18).

Laut Antragsschrift soll der Angeschuldigte am 25. Mai 2017 in Osterholz-Scharmbeck im Zustand der Schuldunfähigkeit seinen Vater aus niedrigen Beweggründen heimtückisch getötet haben, wobei sich aus der Gesamtwürdigung des Angeschuldigten und seiner Tat ergebe, dass er infolge einer krankhaften seelischen Störung nicht in der Lage gewesen sei, das Unrecht der Tat einzusehen.

Er soll sich gegen 11:00 Uhr unbemerkt in das elterliche Schlafzimmer begeben und seinem dort schlafenden Vater ein Messer mit einer Klingenlänge von 30 cm in den Hals gerammt haben. Der Vater habe sich stark blutend aufgerichtet und der Angeklagte daraufhin weiter auf ihn eingestochen, insgesamt 10 Mal. Der Vater, der vor dem Schlaf nicht mit einem Angriff gerechnet habe, sei noch am Tatort an den Stichverletzungen verstorben.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass von dem Angeschuldigten infolge seines Zustands erhebliche rechtswidrige Taten zu erwarten sind, er deshalb für die Allgemeinheit gefährlich und die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus anzuordnen sei.

Die Kammer hat für den ersten Hauptverhandlungstag fünf Zeugen und eine Sachverständige geladen und weitere Fortsetzungstermine – Beginn jeweils um 9:00 Uhr – wie folgt anberaumt:

6. April 2018,

23. April 2018,

27. April 2018.


Um 9:00 Uhr verhandelt die 5. kleine Strafkammer die Berufungssache gegen Oliver B. wegen falscher Versicherung an Eides statt (Az. 5 Ns 105/17), die sich mit einem Urteil des Amtsgerichts Syke befasst. Die Kammer hat drei Zeugen geladen.


Um 12:30 beginnt vor der 5. kleinen Strafkammer die Hauptverhandlung gegen Oliver G. wegen Betruges (Az. 5 Ns 18/18). Die Berufung richtet sich gegen ein Urteil des Amtsgerichts Syke.


Das Landgericht Verden weist darauf hin, dass in den Räumlichkeiten des Landgerichts grundsätzlich ein Fotografier- und Filmverbot besteht.

Ausnahmen werden grundsätzlich nur in der Form gestattet, dass Bilder und Filmaufnahmen von Angeklagten eines Strafprozesses unter Beachtung der Persönlichkeitsrechte (in anonymisierter Form; gepixelt o.ä.) veröffentlicht werden dürfen.

Das Landgericht Verden bittet, auch Bilder und Filmaufnahmen der anwesenden Wachtmeister zu anonymisieren.

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